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	<title>Solokarpfen &#187; Spenden</title>
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		<title>&#8222;Solokarpfen&#8220; macht sich breit</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 17:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kontakter]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Fritz]]></category>
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		<description><![CDATA[Den ersten Monat hat "Solokarpfen" &#252;berstanden. Mittlerweile sind wir bekannt aus Funk und Print. Warum uns trotzdem alles nicht schnell genug geht, wir uns amerikanische Verh&#228;ltnisse w&#252;nschen und Spenden nichts mit Hilfsbed&#252;rftigkeit zu tun haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bisschen unabh&#228;ngiger als Verlagsredaktionen, vielf&#228;ltiger als Blogs oder Bloggergemeinschaften, ein Hauch cooler im Inhalt, dabei offener f&#252;r neue Textformen &#8211; das waren in etwa unsere Motive, als wir &#8222;Solokarpfen&#8220; vor etwas mehr als einem Monat auf die &#214;ffentlichkeit loslie&#223;en. Erstaunlich schnell ist &#8222;Solokarpfen&#8220; auch als das wahrgenommen worden, was es sein soll. Als ein Ort f&#252;r lesenswerte Texte &#8211; als ein Online-Magazin.</p>
<p>F&#252;r ein bisschen Aufmerksamkeit au&#223;erhalb unseres Netzwerks sorgten ein Artikel in der Branchenzeitschrift &#8222;Kontakter&#8220; und eine Einladung von &#8222;Radio Fritz&#8220; in die Sendung &#8222;<a href="http://trackback.fritz.de/2009/06/13/protokoll-vom-130609/">Trackback</a>&#8220; am 13. Juni. Es war ein sch&#246;nes Kompliment, dass Moderator Christoph Schrag &#8222;Solokarpfen&#8220; als Versuch deutete, Print und Online zu verschmelzen. Vielleicht liegt das an unserem Design, das sich nicht an herrschenden, vermarktungsoptimierten Online-Layouts orientiert, vielleicht an unserem Wunsch, neben Blogposts auch Inhalte von Journalisten und Autoren zu ver&#246;ffentlichen, die &#8211; vorsichtig gesagt &#8211; den Medienwandel noch nicht wahrnehmen wollen. So soll es beispielsweise &#8222;Neon&#8220;-Redakteure geben, die Ver&#246;ffentlichungen auf der eigenen Webseite immer noch als nicht standesgem&#228;&#223; ansehen.</p>
<p>Bis heute haben 15 Autoren 45 Artikel auf &#8222;Solokarpfen&#8220; ver&#246;ffentlicht &#8211; im Schnitt rund 1,4 neue Artikel pro Tag. Um den Aufbau des Portals und die publizistische Idee zu f&#246;rdern, schreiben die Autoren derzeit freiwillig, ohne Honorar. Jeder von den Herausgebern investiert neben den Jobs, die die Miete zahlen, so viel Zeit wie m&#246;glich in die Entwicklung und die Optimierung des Angebots. Auch wenn &#8222;Solokarpfen&#8220; quasi als Null-Budget-Veranstaltung durchaus sympathisch r&#252;berkommt, haben wir uns zum Ziel gesetzt, mit dem Angebot m&#246;glichst bald auch Erl&#246;se zu erwirtschaften.</p>
<p>Es ist nicht einfach, in der Medienkrise Sponsoren f&#252;r ein Projekt wie &#8222;Solokarpfen&#8220; zu finden. Nutzer, die f&#252;r die Idee, den Erhalt und die Weiterentwicklung des Portals einen &#8222;<a href="http://www.solokarpfen.de/spenden/">Soli</a>&#8220; spenden wollen, k&#246;nnen dies via &#220;berweisung oder Paypal tun. So genannte &#8222;Donate&#8220;-Aufforderungen sind f&#252;r journalistische Online-Angebote in den USA oder Kanada &#8211; zum Beispiel &#8222;<a href="http://www.minnpost.com/">MinnPost</a>&#8220;, &#8222;<a href="http://spot.us/">Spot.us</a>&#8220; oder &#8222;<a href="http://www.canadiancentreinvestigates.org/">CCIR</a>&#8220; &#8211; nichts ungew&#246;hnliches mehr. <a href="http://www.businessweek.com/technology/content/dec2008/tc20081223_783996.htm">Douglas MacMillan</a>, Redakteur der &#8222;BusinessWeek&#8220;, prophezeit steigende Einnahmen durch Spenden.</p>
<p>Der Einsatz und Nutzen einer Spendenfunktion f&#252;hrte unter uns &#8222;Solokarpfen&#8220;-Gr&#252;ndern durchaus zu Diskussionen. Warum sollte jemand, der Gratisinformation gewohnt ist, bereit sein, einen Artikel zu honorieren? Ferner ist die Rolle der US-Medien nicht mit Journalismus in Deutschland vergleichbar. Amerikaner haben ein gr&#246;&#223;eres Interesse an investigativen Recherchen als B&#252;rger hierzulande, wo die Spendenbitte mit Hilfsbed&#252;rftigkeit gleichgesetzt wird.</p>
<p>Das journalistische Spendenmodell unterscheidet sich aber grundlegend von karitativen Hilfeaufrufen. Wer spendet, erh&#228;lt eine konkrete Gegenleistung &#8211; entweder schon eine fertige Story oder bei Modellen wie &#8222;Spot.us&#8220; die Aussicht auf einen Scoop. Die Spende ist das Honorar. Es wird vermutlich noch eine Weile dauern, bis dieses Ph&#228;nomen auch in der deutschen Internetkultur angekommen ist. Einen Grund, den &#8222;Solokarpfen&#8220;-Autoren diese Einkunftsm&#246;glichkeit jetzt noch nicht anzubieten, gibt es nicht.</p>
<p>Um den Anreiz zur freiwilligen Honorierung zu erh&#246;hen, werden wir den Autorenstamm kontinuierlich ausbauen, damit die Leser noch regelm&#228;&#223;iger und in k&#252;rzeren Abst&#228;nden neue und hochwertige Inhalte erhalten. Die Anzahl der Autoren wird aber begrenzt sein, um eine bestm&#246;gliche und nachvollziehbare Aussch&#252;ttung der Erl&#246;se pro Autor zu erreichen. Ein entsprechender Verteilschl&#252;ssel wird mit Abschluss der Beta-Phase vorliegen.</p>
<p>Um &#8222;Solokarpfen&#8220; und die Inhalte bekannter zu machen, sind wir seit einigen Tagen auch bei &#8222;<a href="http://www.facebook.com/pages/Solokarpfen/214940235499">Facebook</a>&#8220; vertreten. Knapp 200 Nutzer haben sich dem Auftritt bereits als &#8222;Fan&#8220; angeschlossen. Nat&#252;rlich sind wir ungeduldig. Nichts geht schnell genug, und oft genug fragt man sich: Wozu das alles? Dann hilft es, so einen Text zu schreiben und einen Monat &#8222;Solokarpfen&#8220; im R&#252;ckspiegel zu betrachten. Und was ich dann sehe, ist doch schon ganz ordentlich.</p>




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