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Ablage zum Aufladen

In den 1920ern kam Crosley Radio mit einem Sieben-Dollar-Radio groß raus. Die Ladestation für Handy und MP3-Player von heute kann allenfalls optisch an die Vorbilder der Vergangenheit anknüpfen.

von Christoph Strobel

veröffentlicht am 9. Juni 2009

Gentlemen, der automatische Uhrenbeweger, die elektrische Pfeffermühle mit Beleuchtungsfunktion und der Bauchweg-Muskelstimulator bekommen Gesellschaft. Crosley Radio, ein US-amerikanischer Hersteller, der sich auf Unterhaltungselektronik im Retrodesign spezialisiert hat, vervollständigt die Sammlung mit seiner Version des elektrischen Herrengedecks. Der „CR04-001A“ ist eine als Kommodenaufsatz getarnte Ladestation für maximal drei Geräte wie Handy, Zweithandy und MP3-Player. Unterhalb der Ladegaragen gibt es eine Ablage für weiteren Krimskrams wie Schlüssel, Portemonnaie oder Manschettenknöpfe. Eine Schublade versteckt weniger repräsentative Statussymbole.

Crosley-Mobiltelefonablage

Crosley-Mobiltelefonablage

Ebenfalls unter der schwarz lackierten Holzoberfläche verborgen bleibt das Herzstück der „3 Bay Charging Station“: Eine dreifach Verteilersteckdose, an die die Ladegeräte der einzelnen Geräte angeschlossen werden. Und da Kabelsalat für die Putzfrau bekanntlich gefährlicher ist als weitere Staubfänger, hat Crosley Radio noch eine XL-Version im Angebot: Die „CR04-002A“ bietet vier Geräten ein samtig ausgeschlagenes Plätzchen. Verglichen mit dem Dreier ein Schnäppchen: Beide Varianten kosten 69,95 US-Dollar (zirka 46 Euro). Aber ganz so genau nimmt Crosley Radio die Sache mit dem Preis anscheinend nicht. Packt man die große Laderampe in den Online-Warenkorb kostet sie auf einmal nur noch 49,95 US-Dollar  (zirka 33 Euro). Die FAQs können weder dieses Rätsel aufklären noch die Frage: Wer braucht diese holzgewordene Zeitmaschine, an der Kapitän Nemo seine Freude gehabt hätte?

Dass Crosley Radio, die mit dem Motto „Yesterday, Today & Tomorrow“ werben, einst mehr Gespür für die Zeichen der Zeit hatte, beweist ein Blick in die Firmengeschichte. Eine animierte Zeitleiste beleuchtet die wichtigsten Stationen des Unternehmens von 1920 bis 1993.

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