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Die Rede ist von uns

Man muss nicht auf alles reagieren, was andere sagen. Es sei denn, man fühlt sich direkt angesprochen. Dieses Gefühl hatte ich jedenfalls, als die neue „Wired“ vor mir lag.

von Christoph Strobel

veröffentlicht am 9. Juni 2009

Chris Anderson, Chefredakteur des US-Magazins „Wired“, hat in einem Leitartikel zur aktuellen Ausgabe auf den Punkt gebracht, warum die Ära des Wachstums für große Firmen erstmal vorbei ist. Stattdessen ist die Zeit reif für kleine unternehmerische Einheiten, die flexibel agieren und Risiken überschaubar halten können. Was Anderson sagt, beschreibt treffend die Ausgangssituation von „Solokarpfen“:

The rise of cloud computing means that young firms no longer have to buy their own IT equipment, which helps them avoid having to raise money or take on debt. Likewise, the webification of the supply chain in many industries, from electronics to apparel, means that even the tiniest companies can now order globally, just like the giants. In the same way a musician with just a laptop and some gumption can accomplish most of what a record label does, an ambitious engineer can invent and produce a gadget with little more than that same laptop.

Und ein Journalist oder Autor kann sich über das Internet mit anderen Kollegen zu einer Redaktion zusammenschließen. Sie können Storys recherchieren, Texte schreiben und veröffentlichen, ohne Rücksicht auf einen Geld vernichtenden Verlagsapparat. Sie investieren Zeit, Know-how und kreative Leistung, die umgekehrt vom Leser ohne Umwege via Micropayment honoriert werden können – und sollen.

„New New Economy“ ist das Schlagwort, das Anderson für diese Ära ausruft. Eine Ära „vieler Startups, weniger Riesen und der unbgrenzten Möglichkeiten“. „Solokarpfen“ ist Teil davon.

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