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	<title>Solokarpfen &#187; Christoph Strobel</title>
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	<description>Bestimmte Artikel</description>
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		<title>Wann geht es eigentlich mit Solokarpfen weiter?</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 23:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Titel1]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine berechtigte Frage. Wir haben das neue Jahr zum Anlass genommen, eine vorl&#228;ufige Antwort zu formulieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Je &#246;fter wir diese Frage h&#246;ren, desto mehr schmerzt die Tatsache, dass wir uns im September* des vergangenen Jahres gezwungen sahen, dieses Projekt auf Eis zu legen. Damit befanden wir uns 2009 zwar in guter <a href="http://blogbar.de/archiv/2009/12/28/was-2009-nicht-gekommen-oder-aber-gegangen-ist/">Gesellschaft</a>, aber das tr&#246;stet nicht dar&#252;ber hinweg, dass unsere urspr&#252;ngliche Idee nicht erfolgreich war (und es vielleicht auch nicht sein konnte).</p>
<p>Bezeichnend f&#252;r dieses Krisenjahr 2009 ist ein Beitrag von <a href="http://www.malte-welding.com/2009/11/26/und-ewig-sterben-die-blogs/">Malte Welding</a> f&#252;r die <a href="http://www.netzeitung.de/">Netzeitung</a> im November, der das Ende von Solokarpfen am Rande erw&#228;hnte. Nur wenige Wochen sp&#228;ter ist der Artikel nicht mehr auffindbar, weil die Netzeitung in Zukunft auf Autorenbeitr&#228;ge sowie eine menschliche Redaktion verzichtet und seit Jahresbeginn als Zombie durchs Netz taumelt. Wir erinnern uns: 2005 war die Netzeitung das meistzitierte Online-Medium.</p>
<p>Mit den Tr&#228;nen kamen aber auch die Clowns, die selbstverst&#228;ndlich und vor allem im nachhinein alles besser wussten. Und es gab aber auch jene, die Masterpl&#228;ne oder Manifeste entwarfen, nach denen Online-Journalismus oder Medien im allgemeinen heute funktionieren k&#246;nnten. Zum Beispiel <a href="http://www.internet-manifest.de">hier</a>, <a href="http://www.slow-media.net/">hier</a> oder <a href="http://blogs.journalism.co.uk/editors/2010/01/04/ten-things-every-journalist-should-know-in-2010/">hier</a>.</p>
<p>Und viele fragen sich, warum jene, die es, ach, so gut meinen, nicht mit gutem Beispiel vorangehen und als Hasardeur die Medienlandschaft aufmischen. F&#252;rchten Sie im Fall des Scheiterns die H&#228;me? Halten sie ihre Konzepte wom&#246;glich f&#252;r unbrauchbar? Oder ist ihre Zeit noch nicht gekommen? &#8211; Ein Grund ist, dass die Ratschl&#228;ge eher f&#252;r den laufenden Betrieb einer bestehenden Publikation gelten oder aber ihre crossmediale Ausdehnung in einer sich wandelnden Medienlandschaft unterst&#252;tzen.</p>
<p>Die Voraussetzungen f&#252;r die Gr&#252;ndung einer Publikation sind so dagegen so simpel wie vor dem Medienwandel. Es braucht den Dreiklang aus</p>
<ol>
<li>einer mitrei&#223;enden publizistischen Idee,</li>
<li>dem Glauben an diese Idee und</li>
<li>den Mitteln, um diese Idee zu verwirklichen.</li>
</ol>
<p>Jedes der in den vergangenen Monaten gescheiterten Medienprojekte wird seinen Misserfolg mit dem Fehlen mindestens einer dieser Faktoren begr&#252;nden k&#246;nnen. So ist Aggregation allein als Idee letztlich so uninspiriert wie der Glaube, mit Geld k&#246;nne man Inhalte um jeden Preis schmackhaft machen. Willenskraft allein hilft leider auch nicht, wenn am Ende die finanziellen Kr&#228;fte versagen.</p>
<p>Eine neue Publikation muss mehr befriedigen als den Wunsch, Herausgeber zu sein. Sie muss vor allem authentisch sein. „Kein unpolitisches Hochglanz-Wischi-Waschi“, r&#228;t Oliver Gehrs im <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/ich-glaube--dass-zeitschriften-eine-groe-zukunft-haben_100025434.html">Meedia-Interview</a>. Sein <a href="http://www.dummy-magazin.de/">Dummy-Magazin</a> imponiert uns wie auch nach wie vor Markus Peichls <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tempo_%28Zeitschrift%29">Tempo</a> von einst, ebenso <a href="http://www.brandeins.de/">brand eins</a> oder die Art, wie die Macher von <a href="http://byte.fm/">byte.fm</a> an das schwierige Thema Radiomachen herangehen.</p>
<p>Wir planen einen Neustart, der diesen Anspr&#252;chen gerecht wird.</p>
<p><em>* Solokarpfen.de ist zur Ver&#246;ffentlichung dieser Erkl&#228;rung wieder freigeschaltet. Eine Aktualisierung der &#252;brigen Inhalte hat seit dem Zeitpunkt der Projekteinstellung im September 2009 nicht mehr stattgefunden.</em></p>
<p>Aufmacherbild/Startseite: <a href="http://www.flickr.com/photos/rs-foto/3281415527/">(cc) Ralf Schulze @ flickr.com</a></p>




	<a rel="nofollow" id="twitter" href="http://twitter.com/home?status=Wann%20geht%20es%20eigentlich%20mit%20Solokarpfen%20weiter%3F%20-%20http%3A%2F%2Fwww.solokarpfen.de%2Fblog%2F1959-wann%2F" title="Twitter"><img src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
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<br/><br/>]]></content:encoded>
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		<title>Gef&#228;hrlicher Staat</title>
		<link>http://www.solokarpfen.de/gesellschaft/1500-gefaehrlicher-staat/</link>
		<comments>http://www.solokarpfen.de/gesellschaft/1500-gefaehrlicher-staat/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 09:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhart Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Der FDP-Politiker Gerhart Baum bef&#252;rchtet die Zerst&#246;rung des liberalen Rechtsstaats als Folge einer st&#228;ndig beschworenen Terrorgefahr. In seinem Buch fordert er deshalb: "Rettet die Grundrechte!"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine solche Unterst&#252;tzung hat es lange Zeit nicht gegeben.&#8220; Gerhart Baum kann das beurteilen. Er hat gewisserma&#223;en den &#220;berblick. Seit 1992 engagiert sich der FDP-Politiker in der internationalen Menschenrechtspolitik. 2004 brachte er vor dem Bundesverfassungsgericht den &#8222;Gro&#223;en Lauschangriff&#8220; zu Fall, 2006 das Luftsicherheitsgesetz, das den Abschuss von Passagiermaschinen im Entf&#252;hrungsfall legalisieren sollte. Er hat au&#223;erdem Verfassungsbeschwerde gegen die heimliche Durchsuchung von Computern eingelegt. &#8222;Ich begr&#252;&#223;e es sehr, dass sich jetzt vor allem junge Leute gegen die &#220;berwachungsmentalit&#228;t, gegen Online-Durchsuchungen und Vorratsdatenspeicherung wehren&#8220;, <a href="http://www.kiwi-verlag.de/437-0-interview-gerhart-baum.htm">sagt</a> Baum.</p>
<p>Aber Baum wei&#223; auch, dass die B&#252;rgerrechte nicht allein im Netz gef&#228;hrdet sind, und verweist beispielsweise auf die problematische Neuorganisation der deutschen Polizei durch das Bundeskriminalamtgesetz. Diese hat durch die Neufassung vom November 2008 Befugnisse erhalten, die nach Ansicht der <a href="http://www.datenschutzverein.de/Pressemitteilungen/2008_BKA-Gesetz.pdf">Deutschen Vereinigung f&#252;r Datenschutz</a> (DVD) die Grenzen zwischen Polizei und Geheimdienst weiter verschwimmen lassen. In &#252;ber 20 teils hochkomplizierten Paragraphen erh&#228;lt das Bundeskriminalamt unter anderem die Befugnis, Journalisten, &#196;rzte und Rechtsanw&#228;lte zu &#252;berwachen, heimlich in Wohnungen einzudringen und private Computer zu manipulieren.</p>
<p><div id="attachment_1535" class="wp-caption alignright" style="width: 130px"><a href="http://www.kiwi-verlag.de/437-0-interview-gerhart-baum.htm"><img src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/uploads/2009/08/baum.jpg" alt="Streitschrift f&#252;r Deutschland" title="Bild: (c) Kiepenheuer &amp; Witsch" width="120" height="190" class="size-full wp-image-1535" /></a><p class="wp-caption-text">Streitschrift f&#252;r Deutschland</p></div>Laut Baum reagiere der Staat v&#246;llig &#252;bertrieben und mache die gleichen Fehler wie zur Zeit des RAF-Terrors. Damals war Baum als Bundesinnenminister an der sicherheitspolitischen Aufr&#252;stung beteiligt. Heute will er das &#228;ndern. Der Politiker bekr&#228;ftigt diesen Vorsatz in seinem am 24. August erscheinenden Buch &#8222;Rettet die Grundrechte&#8220; (<a href="http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462039801">Kiepenheuer &amp; Witsch</a>). Seine These: Nach dem 11. September 2001 herrscht ein neuer Geist der Vorbeugung, der jeden B&#252;rger potentiell verd&#228;chtig macht, der Notstand droht zum Normalfall zu werden.</p>
<p>Ausgangspunkt ist die offensichtliche Gier von Geheimdienstexperten, Kriminalisten und Innenpolitikern nach pers&#246;nlichen Daten der B&#252;rger. Da sind zum einen die Grundrechtseingriffe bei der Vorratsdatenspeicherung, die jeden B&#252;rger zu einem Risikofaktor machen. Zum anderen liefert Deutschland den USA Fluggastdaten, die weit ins Private hineingehen, und erm&#246;glicht zudem den Amerikanern  Zugriff auf Kontodaten. Immer wieder rutscht die Forderung nach einem Einsatz der Bundeswehr als Ersatzpolizei im Inland auf die Tagesordnung der CDU.</p>
<p>Entsprechende Vorst&#246;&#223;e von Sch&#228;uble und Jung bezeichnet Baum in seinem Buch als abenteuerlich und gef&#228;hrlich. &#8222;Ich bin voller Sorge&#8220;, sagt Baum, &#8222;dass wir unter dem Vorwand der Terrorismusbek&#228;mpfung wie jetzt auch unter dem Vorwand der Bek&#228;mpfung von Kinderpornographie den Hauptwert unserer Verfassung, und das ist die Menschenw&#252;rde, verletzen. Der Pr&#228;ventionsstaat ist uners&#228;ttlich, er findet kein Ende!&#8220;</p>
<blockquote><p>Wir befinden uns in einer Spirale der Erosion von Grundrechten, die nur m&#252;hsam, wenn auch erfolgreich, vom Bundesverfassungsgericht in den Urteilen der letzten Jahre verlangsamt worden ist und zwar immer unter Berufung auf die Menschenw&#252;rde.</p>
<p><em>(&#8211; Gerhart Baum)</em>
</p></blockquote>
<p>Unterst&#252;tzung f&#252;r seine Thesen und Bem&#252;hungen erh&#228;lt Baum aktuell von der Piratenpartei. Es mehren sich sogar die Aufforderungen, Baum f&#252;r die Partei zu gewinnen. Dieser begr&#252;&#223;t die Bewegung, ist aber von der der Organisation nicht &#252;berzeugt: &#8222;Mir ist das etwas zu eng. Es geht eben nicht um die Netzkultur allein. Der Staat greift in vielerlei Hinsicht in unsere B&#252;rgerrechte ein.&#8220;</p>
<p>Der B&#252;rgerrechtler sieht aber ein Signal, das die etablierten Parteien nicht ignorieren sollten. &#8222;&#196;ndern kann man nur etwas, wenn die vorhandenen Parteien sich dem Thema stellen&#8220;, sagt Baum und st&#228;rkt seiner Partei den R&#252;cken: &#8222;Die FDP hat nach dem 11. September alle umstrittenen Sicherheitsgesetze mit guter Begr&#252;ndung abgelehnt. Sollte es nach der Bundestagswahl zu einer Koalition mit der Union kommen, was ich hoffe, dann erwarte ich, dass sie einen Teil der Ma&#223;nahmen r&#252;ckg&#228;ngig macht und neuen problematischen Eingriffen nicht zustimmt.&#8220;</p>
<p>Baum ist kein Freund von neuen Gesetzen. Er w&#252;nscht sich eher eine Reform des allgemeinen Datenschutzrechtes. Daf&#252;r bedarf es keiner speziellen Gesetze f&#252;r das Internet. Im Gegenteil. Eine inhaltliche Durchregulierung des Internets sei mit dem Grundsetzen des Rechtsstaates nicht vereinbar. &#8222;Und deshalb&#8220;, so Baum, &#8222;muss das weithin unwirksame Gesetz zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie wieder zur&#252;ckgenommen werden. Mit diesem Gesetz macht sich der Staat auf den Weg zu einer Internetzensur &#8211; ein sehr bedenklicher Vorgang.&#8220;</p>
<p>Bedenklich und h&#246;chst gef&#228;hrlich sei aber auch der eigene, h&#228;ufig sorglose Umgang mit privaten Daten. &#8222;Es wird ja nichts vergessen und gel&#246;scht, vieles davon kann missbraucht und gegen die Internetnutzer verwendet werden. Ich pl&#228;diere daf&#252;r, h&#246;chst vorsichtig mit dem Internet umzugehen.&#8220; Baum, der im Oktober 77 Jahre alt wird, will das Internet aber keineswegs schlechtreden: &#8222;Im Gegenteil: Das Internet bringt ja ganz neue Chancen der Kommunikation, es ist ein enormer Gewinn.&#8220;</p>




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		<title>Der Wow-Faktor</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 13:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hanne]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Solokarpfen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir waren uns einig: Chefredakteur kann nur einer sein, dem das Wesen von "Solokarpfen" in den Augen funkelt. Jetzt haben wir einen Kandidaten gefunden. Hanne, mach Platz!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten kurz &#252;berlegt, uns einen Karpfenteich zuzulegen, mindestens aber ein Aquarium. Der Plan lie&#223; sich aber nicht mit der Idee vereinbaren, von einem festen Redaktionsraum unabh&#228;ngig zu sein. Au&#223;erdem entbrannte eine herzhafte Diskussion dar&#252;ber, ob Karpfen im Aquarium zu Depressionen neigen und sich am Ende kannibalisieren. Am Ende g&#228;be es nur noch einen Solokarpfen. So weit wollten wir es nicht kommen lassen.</p>
<p><div id="attachment_1422" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.solokarpfen.de/wp-content/uploads/2009/08/hanne.JPG"><img class="alignright size-medium wp-image-1422" title="(c) Christoph Strobel" src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/uploads/2009/08/hanne-250x187.jpg" alt="(c) Christoph Strobel" width="250" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Collie f&#252;r alle F&#228;lle: Hanne</p></div>Also kam alles anders. Genau genommen kam Hanne mal wieder mit zu einer unserer kleinen Redaktionssitzungen. Hanne ist ein Kurzhaar-Collie, der Lassie f&#252;r einen alternden Hippie h&#228;lt. &#220;berhaupt ist sie sehr w&#228;hlerisch. Das betrifft die Speisen, die uns vom Tischen fallen, vorbeilaufende Hundekollegen und leider auch die Themen f&#252;r &#8222;Solokarpfen&#8220;. Nur manchmal kommt ein Laut der Zustimmung &#252;ber Ihre Lefzen. Es klingt dann wie &#8222;Wow&#8220;. Und alle freuen sich.</p>
<p>Wir haben ihre kritische Haltung zu sch&#228;tzen gelernt und beschlossen, Hanne ab sofort in unser Redaktionsteam aufzunehmen. Wer einen &#8222;<a href="http://www.solokarpfen.de/spenden/">Soli</a>&#8220; spenden m&#246;chte, kann dies nun auch in Form von Hundekuchen tun.</p>




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		<title>Kurts Geschichten</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 20:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[GQ]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Molzer]]></category>
		<category><![CDATA[Penthouse]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Er war Chefredakteur des "Penthouse" und Kolumnist bei "GQ". Frauen finden ihn unwiderstehlich -- M&#228;nner beneiden ihn. Wir lieben seine Geschichten und ver&#246;ffentlichen deshalb ab heute die besten Kolumnen von Kurt Molzer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schwabing 2002. In den Redaktionsr&#228;umen des Lifestyle-Magazins &#8222;GQ&#8220; wird gerade der Relaunch des Titels vorbereitet. Die w&#246;chentliche Konferenz pl&#228;tschert so vor sich hin, bis Kurt Molzer, der bislang f&#252;r Auto-Geschichten vorgesehen war, sich einschaltet: &#8222;Ich versuch&#8217;s noch einmal, dann werde ich die Idee f&#252;r immer vergessen:&#8220; &#8211; Erwartungsvolle Stille. &#8211; &#8222;Ich m&#246;chte hundert Frauen fragen, ob sie mit mir schlafen m&#246;chten.&#8220;</p>
<p>Das war der Beginn einer legend&#228;ren Serie, die f&#252;r viele Leser &#8211; auch weibliche &#8211; der einzige Grund bleiben sollte, GQ zu lesen. Unter dem Titel &#8222;Kurt versucht&#8217;s&#8220; berichtete Molzer seitdem Monat f&#252;r Monat unterhaltsam und freiz&#252;gig von seinen amour&#246;sen Abenteuern und horizontalen Eskapaden. 2006 brachte <a href="http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteintb/buch.php?id=8979&#038;page=suche&#038;auswahl=a&#038;pagenum=1&#038;page=buchaz">Ullstein</a> dann seine besten Kolumnen als &#8222;Kurts Geschichten&#8220; in Buchform raus.</p>
<p>Wir finden, dass eine gute Geschichte besser wird, wenn sie auch noch ein drittes Mal erz&#228;hlt wird, und ver&#246;ffentlichen seit heute einige seiner Kolumnen auf &#8222;Solokarpfen&#8220;. Die Frage, ob er denn auch alles erlebt habe, was er schreibt, beantwortet Molzer: &#8222;Die besten Geschichten sind die erfundenen.&#8220; Wir w&#252;nschen jedenfalls: gute Unterhaltung.</p>




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		<title>Prost Wahlzeit!</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 17:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Stammtisch]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmeier]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SPD trinkt zu wenig Bier. Das ist gut f&#252;r die Leberwerte der Nation. Den Umfragewerten der Partei dagegen schadet die Enthaltsamkeit. Ein Drama in vier Akten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Radio dudelt Rudi Carrell: &#8222;Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?&#8220;. Keine Frage, vom Sommer hatte man sich mehr versprochen. Mehr Sonnentage, mehr Biergartenzeit und &#8211; als SPD-W&#228;hler &#8211; mehr Prozentpunkte bei den Sonntagsfragen. Wohin soll das noch f&#252;hren?</p>
<p><strong>Erste Station: Berlin, Bundespressestrand</strong></p>
<p>Die Marketingstrategen der &#8222;Financial Times Deutschland&#8220; haben ganze Arbeit geleistet, um Sommergef&#252;hl, Bier und Stimmung in Einklang zu bringen. Allen Wetter- und Umfrageprognosen zum Trotz installierten sie am Bundespressestrand &#8211; unterst&#252;tzt von einer Brauerei aus dem Siegerland &#8211; zwei Zapfh&#228;hne, einen roten und einen schwarzen, so dass die Besucher w&#228;hlen k&#246;nnen, ob sie ein Steinmeier- oder ein Merkel-Bier trinken wollen. Seit dem 1. August nun str&#246;mt das Bier und wird digital auf den Milliliter genau gemessen.</p>
<p>Na dann, Prost! Eine erste Bilanz, die die Zeitung auf ihrer <a href="http://www.ftd.de/kehle">Webseite</a> ver&#246;ffentlichte, kann sich sehen lassen. 164 Liter flossen binnen drei Tagen durch die Zapfh&#228;hne. Die Analyse ergab einen deutlich h&#246;heren Verbrauch aus dem Merkel-Hahn &#8211; 134 Liter gegen&#252;ber 30 Liter f&#252;r Steinmeier.</p>
<p>Aber was hei&#223;t das schon? Ist der jeweilige Bierverbrauch pro Zapfhahn ein repr&#228;sentatives Indiz f&#252;r die politische Stimmung im Land? &#8211; Sicher nicht. &#8211; Aber das Spa&#223;barometer lenkt den Blick auf einen Aspekt, der von modernen Wahlkampfstrategen gern verdr&#228;ngt wird: Die Bundestagswahl im September wird (noch) nicht auf Facebook, StudiVZ oder Twitter entschieden, sondern dort, wo das Bier flie&#223;t: in den Bierzelten und -g&#228;rten. Am Stammtisch.</p>
<p>Dazu passt, dass die &#8222;Zeit&#8220; das Dossier ihrer aktuellen Ausgabe diesem m&#228;chtigen Mikrokosmos widmet, an dem Meinung entsteht und in das Land verbreitet wird. Fazit: Am Stammtisch k&#246;nnen Politiker noch viel lernen. Aber leider stehe der Politikverdrossenheit der Bev&#246;lkerung eine &#8222;Bev&#246;lkerungsverdrossenheit der Politiker gegen&#252;ber&#8220;, so der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte in der &#8222;Zeit&#8220;. &#8222;Es fehlt der Kontakt zum normalen B&#252;rger.&#8220; Mit Blick auf die Zapfhahn-Statistik k&#246;nnte man auch sagen: Die SPD hat das Biertrinken verlernt.</p>
<p><strong>Zweite Station: M&#252;nchen, Nockherberg</strong></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/wm_archiv/2732659207/"><img src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/uploads/2009/08/cc_Allie_Caulfield_flickr-250x187.jpg" alt="Bild: (cc) Allie_Caulfield @ flickr.com" title="Bild: (cc) Allie_Caulfield @ flickr.com" width="250" height="125" class="alignleft size-medium wp-image-1247" /></a> Einen weiteren Beweis f&#252;r diese Schw&#228;che gibt der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwochabend vergangener Woche zum Besten. Steinmeier trifft auf dem M&#252;nchner Nockherberg alte Parteifreunde wie M&#252;nchens Oberb&#252;rgermeister Christian Ude oder den Schauspieler Ottfried Fischer. Unter den echten Menschen im Biergarten erregt Steinmeiers Ankunft kaum Aufsehen. Schlimmer noch: „Er fremdelt“, berichtet der „Erdinger Anzeiger“. Steinmeier habe nicht einmal H&#228;nde gesch&#252;ttelt. Und als ein Kellner zwei Mass Bier f&#252;r Ude und Steinmeier bringt, soll B&#252;rgermeistergattin Edith von Welser-Ude besorgt gefragt haben: &#8222;Du wolltest doch sicher Wein, oder?&#8220;.</p>
<p>Es bedarf keiner gro&#223;en Fantasie, wie Gerhard Schr&#246;der an gleicher Stelle einen Auftritt inszeniert h&#228;tte. Sein bei anderer Gelegenheit ge&#228;u&#223;erter Wunsch &#8222;Hol mir mal ne Flasche Bier&#8220; ist vor dem aktuellen Hintergrund als taktisches Meisterst&#252;ck zu werten.</p>
<p><strong>Dritte Station: Washington, Wei&#223;es Haus</strong></p>
<p>Nachhilfe in Sachen Bier-und B&#252;rgern&#228;he gab vor ein paar Tagen auch US-Pr&#228;sident Barack Obama, dessen Wahlkampf f&#252;r die SPD gern als wegweisend gilt, als er den schwarzen Harvard-Professor Henry Gates sowie den wei&#223;en Polizisten James Crowley zum &#8222;Friedensbier&#8220; ins Wei&#223;e Haus einlud.</p>
<p>Dem Treffen vorausgegangen war eine Verkettung ungl&#252;cklicher Umst&#228;nde: Crowley hatte Gates als Einbrecher verd&#228;chtigt, als dieser etwas umst&#228;ndlich die eigene Haust&#252;r aufschlie&#223;en wollte. Der w&#252;tende Professor warf Crowley daraufhin vor, ein Rassist zu sein. Der Streit endete f&#252;r Gates in Crowleys Handschellen. Zu allem &#220;berfluss bemerkte Obama wenig sp&#228;ter am Rande einer Pressekonferenz, dass sich der Polizist &#8222;dumm&#8220; Verhalten habe. Ein gemeinsames Bier sollte die Gem&#252;ter k&#252;hlen. Crowley w&#228;hlte die Marke &#8222;Blue Moon&#8220;, Gates w&#252;nschte sich &#8222;Red Stripe&#8220; und Obama entschied sich f&#252;r ein &#8222;Bud Light&#8220; der Brauerei Anheuser Busch.</p>
<p>Obamas Bier-Berater hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Das Marktforschungsunternehmens Scarborough Research hatte in einer <a href="http://blog.nielsen.com/nielsenwire/category/politics/">Studie</a> US-B&#252;rger zu ihrem politischen Profil, ihrem Wahlverhalten und ihrer Spendenbereitschaft f&#252;r politische Organisationen befragt. Anschlie&#223;end verglichen sie das Ergebnis mit denselben Angaben der Bier trinkenden Bev&#246;lkerung. Es stellte sich heraus, dass die Werte aller US-B&#252;rger sich prozentual nur geringf&#252;gig von den Werten der &#8222;Bud Light&#8220;-K&#228;ufer unterschieden. &#8222;Bud Light&#8220; gilt demnach als das politisch korrekte Bier.</p>
<p>Lediglich der Hinterb&#228;nkler Richard Neal sorgte f&#252;r leichte Katerstimmung nach dem an sich harmonischen Biergipfel. Der Kongressabgeordnete aus Massachussettes krakeelte, dass doch der &#8222;Bud Light&#8220;-Hersteller Anheuser Busch vom brasilianisch-belgischen Brauereikonzern Inbev &#252;bernommen worden sei. Der Pr&#228;sident habe also eindeutig gegen den Buy-American-Grundsatz versto&#223;en. &#8211; F&#252;r Steinmeier w&#228;re viel gewonnnen, wenn die Wahl seiner Biersorte zum Streitgegenstand an deutschen Stammtischen w&#252;rde.</p>
<p>Einer wie Ude hat es da leichter. Mit nur zwei Schl&#228;gen stach  der M&#252;nchner Oberb&#252;rgermeister das erste Bierfass beim vergangenen Oktoberfest an. Mangelnde Volksn&#228;he kann man ihm nicht nachsagen, eher eine gesunde Distanz zur &#8222;Berliner Raumkapsel&#8220;, wie er die Bundespolitik nennt. Vielleicht war er es, der dem Kanzlerkandidaten den Wink gab, die Mass auf dem Nockherberg vom Kellner anzunehmen. Am Ende z&#228;hlt wom&#246;glich jeder Liter.</p>
<p>2005 &#252;brigens traf die Prognose des Bierbarometers vom Bundespressestrand ins Schwarze. Erst im Schlussspurt &#252;berholte damals das Merkel-Bier die Konkurrenz aus dem Schr&#246;der-Hahn.</p>
<p><strong>Letzte Station: Berlin, Haus der Brauer</strong></p>
<p>Nur einen Kilometer vom Bundespressestrand entfernt sitzt der Deutsche Brauer-Bund, der seit 1991 eine ausf&#252;hrliche Bierstatistik f&#252;hrt. Erst neulich gaben die Brauer die Zahlen f&#252;r das erste Halbjahr 2009 bekannt. Die Lage ist bierernst. 49,3 Millionen verbrauchte Hektoliter markieren den niedrigsten Wert seit Beginn der Statistik. Hauptgrund f&#252;r den R&#252;ckgang ist laut Brauer-Bund das schlechte Wetter. Und wer daran schuld ist, das wusste <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hbI47JAhA_s">Rudi Carrell schon 1983:</a> die SPD.</p>
<blockquote><p><span>Der Sommer war der Reinfall des Jahrhunderts.<br />
Es gab Regen. es gab Hagel, es gab Schnee.<br />
Mein Milchmann sagt: &#8222;Dies Klima hier wen wunderts,<br />
denn Schuld daran ist nur die SPD.&#8220;</span></p></blockquote>




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		<title>Verbraucher-Besch&#252;tzer gesucht</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 22:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Eitkettenschwindel]]></category>
		<category><![CDATA[Ilse Aigner]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mogelpackungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Pfusch und T&#228;uschung bei Lebensmitteln und in der Finanzberatung. Gesetzgeber und Verbrauchersch&#252;tzer allein sind nicht in der Lage, Industrie und Banken zu stoppen. Das Volk braucht einen neuen Anwalt. Wer k&#246;nnte das sein?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich schon, ob Ruhe bewahren ein Pluspunkt der Evolution oder einfach nur d&#228;mlich ist. Wahrscheinlich beides. Auf der einen Seite sch&#252;tzt uns die Eigenschaft davor, in Superm&#228;rkten und Banken auszurasten, auf der anderen Seite l&#228;hmt sie uns B&#252;rger leider auch viel zu h&#228;ufig, wenn es darum geht, gegen Lebensmittelindustrie und Bankberater den Aufstand zu proben.</p>
<p>Anlass f&#252;r die Auseinandersetzung mit diesem Dilemma war am Freitag jedenfalls das Tagesthema von &#8222;Spiegel Online&#8220;. Bis zum Abend lieferten drei Artikel Stoff f&#252;r das Leser-Forum &#8222;<a href="http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=7845">Wie gesund sind unsere Lebensmittel?</a>&#8220;. Den Anfang machte Autorin Susanne Amann, die &#8222;<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635367,00.html">Analogk&#228;se, Gel-Schinken und Co.</a>&#8220; ins Visier nahm und berichtete, wie Verbrauchersch&#252;tzer Lebensmittel-Tricksereien aufdecken. Es folgte ein Artikel von Yasmin El-Sharif &#252;ber Starkoch Alfons Schubeck, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635320,00.html">dem die Organisation Foodwatch vorwirft</a>, billige T&#252;tensuppe des Herstellers Escoffier als Feinschmeckerware anzupreisen. Anschlie&#223;end res&#252;miert Vorzeigekoch <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,635505,00.html">Vincent Klink im Interview</a> mit &#8222;Spon&#8220;, dass nat&#252;rliche Nahrung nur noch die Ausnahme in deutschen Superm&#228;rkten sei. &#8222;Was dort vielerorts vor sich geht, ist kriminell&#8220;, sagt Klink.</p>
<p>Den Berichten war eine neue Liste mit Lebensmittelimitaten und Mogelpackungen der <a href="http://www.vzhh.de/">Verbraucherzentrale Hamburg</a> vorausgegangen. Die zweifelhaften Highlights sind Schokoladenkekse ohne Schokolade und Wasabi-N&#252;sse ohne Wasabi.</p>
<p>Alles in allem ist das Thema nicht neu. Vor genau einem Monat (<a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/774142">Sendung vom 11. Juni</a>) berichtete Johannes B. Kerner in seiner ZDF-Show ebenfalls &#252;ber die T&#228;uschungsman&#246;ver der Lebensmittelindustrie, ebenfalls kr&#228;ftig unterst&#252;tzt von der Verbraucherzentrale Hamburg. Schwerpunkt der Sendung war die zunehmende Verbreitung von so genanntem Analogk&#228;se. In diesem K&#228;se-Imitat wird statt aus Milch hergestelltem K&#228;se eine Mischung verwendet, die zumeist aus Pflanzenfett, Wasser, Eiwei&#223;pulver und Aromen besteht. Sie wird teilweise bei &#252;berbackenen Waren (wie K&#228;sebr&#246;tchen) oder auf Pizzen verwendet.</p>
<p>Zum Kotzen, denkt der ern&#228;hrungsbewusste B&#252;rger und folgert: Was nicht sein kann, das nicht sein darf. Falsch gedacht. Rechtliche Grundlage f&#252;r diesen K&#228;seschwindel ist Artikel 114 der EU-Verordnung (EG) Nr. 1234/2007, die in Verbindung mit Anhang XII Vorschriften f&#252;r die Bezeichnung von Milch und Milcherzeugnissen enth&#228;lt. Demnach geh&#246;rt zwar der Begriff &#8222;K&#228;se&#8220; zu den Bezeichnungen, die ausschlie&#223;lich Milcherzeugnissen vorbehalten sind; die Verordnung sch&#252;tzt den K&#228;se aber nicht vor Imitaten, solange weder durch Etikettierung noch durch Aufmachung oder Werbung der Eindruck erweckt wird, dass es sich um ein Milcherzeugnis, also um K&#228;se handelt (vgl. Nr. III 2 des Anhangs XII).</p>
<p>Dem zust&#228;ndigen Ministerium f&#252;r Ern&#228;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist dieser Etikettenschwindel durchaus <a href="http://www.bmelv.de/cln_111/SharedDocs/Standardartikel/Ernaehrung/SichereLebensmittel/Kennzeichnung/Analog-Kaese.html">bewusst</a>. In einer Verbraucherinformation hei&#223;t es: &#8222;Vieles, das Sie heute essen, sieht aus wie K&#228;se, riecht wie K&#228;se, schmeckt wie K&#228;se – und ist doch kein K&#228;se.&#8220; Ministerin Ilse Aigner (CSU) handelt nach dem Motto: Aufkl&#228;rung statt Verbot. Die Verantwortung zu handeln wird an den B&#252;rger weitergegeben.</p>
<p>Mit dieser Haltung macht es sich die Ministerin zu leicht. Im Mai 2008 lie&#223; dasselbe Ministerium eine <a href="http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/379342/publicationFile/22057/UmfrageNaehrwertkennzeichnungBericht.pdf">Meinungsumfrage</a> zur N&#228;hrwertkennzeichnung von Lebensmitteln aus Sicht der Bev&#246;lkerung durch Infratest Dimap erstellen. Die Studienergebnisse machen deutlich, dass sich nicht einmal vier von zehn Deutschen nach eigener Aussage gut mit dem N&#228;hrwertgehalt in Lebensmitteln auskennen. Dies gilt sowohl f&#252;r den Fett- (38 Prozent), als auch den Zucker und Kaloriengehalt (jeweils 34 Prozent). Beim Salzgehalt wei&#223; sogar nur ein Viertel der B&#252;rger gut Bescheid (25 Prozent).</p>
<p>Wie kann ein Ministerium in Kenntnis solcher Ergebnisse erwarten, dass die breite Masse der Bev&#246;lkerung auch nur ann&#228;hernd in der Lage ist, den organisierten Schwindel von Industrie und Marketing zu erkennen und zu boykottieren?</p>
<p>Verbrauchersch&#252;tzer bleiben bei diesem Thema schon lange nicht mehr ruhig: &#8222;Auf dem Lebensmittelmarkt sind rechtstaatliche Prinzipien au&#223;er Kraft gesetzt&#8220;, schimpft Thilo Bode, Chef der Verbraucherorganistaion Foodwatch, auf &#8222;Spon&#8220;. &#8222;Es ist, als w&#252;rde die Polizei bekannt geben, dass massenweise Falschgeld im Umlauf ist &#8211; es aber nicht aus dem Verkehr zieht, sondern den B&#252;rgern erkl&#228;rt, wie sie die Bl&#252;ten erkennen k&#246;nnen.&#8220; In der Tat ist Zur&#252;ckhaltung bei diesem Thema der falsche Weg. Aber was tun, wenn  Gesetzgeber und Verbraucherorganisationen allein nicht in der Lage sind, die Bev&#246;lkerung vor Etikettenschwindel und Mogelpackungen zu bewahren? Eigeninitiative und Courage sind leichter gefordert als umgesetzt. Nicht jeder hat die finanzielle M&#246;glichkeit, den Supermarkt zu boykottieren und sein Gewissen im teureren Biomarkt zu beruhigen.</p>
<p>Besonders schwierig wird es, wenn B&#252;rger sich nach Alternativen zur Hausbank umschauen wollen, weil sie das Gef&#252;hl haben, dass bei der g&#228;ngigen Provisionsberatung der Berater f&#252;r die Bank und gegen das Interesse des Kunden handelt. Fl&#228;chendeckende Honorarberatungen, bei der der Berater nur profitiert, wenn er Rendite f&#252;r den Kundenerwirtschaftet, sind zur Zeit noch rar und in der Regel verm&#246;genden Kunden vorbehalten.</p>
<p>V&#246;llig zu recht attackiert Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei &#8222;Die Linke&#8220;, Banken, die Extrageb&#252;hren bei Dispozinsen verlangen. Wer als Kunde den Dispositionskredit &#252;berzieht, wird mit einem erh&#246;hten Zinssatz von bis zu 18,74 Prozent belegt. Seine Partei hat einen Gesetzentwurf eingebracht mit dem Ziel, den Dispozinssatz auf f&#252;nf Prozent &#252;ber den Zentralbanksatz &#8211; das w&#228;ren zurzeit sechs Prozent &#8211; zu begrenzen.</p>
<p>Ein weiterer Gesetzentwurf zum Anlegerschutz ist am 2. Juli im Bundestag verabschiedet worden. In ihm wurden viele Forderungen von Verbraucher- und Anlegersch&#252;tzern aufgegriffen, zum Beispiel sollen Bankberater verpflichtet werden, Kundengespr&#228;che umfassend zu protokollieren. Anleger sollen falsche oder schlechte Beratung besser nachweisen k&#246;nnen und mehr Chancen erhalten, gegen ihre Banken vor Gericht zu siegen. Monatelange Diskussionen in der gro&#223;en Koalition, Wahlkampf und unterschiedliche Auffassungen der L&#228;nder, insbesondere in Bayern, machen deutlich, wie schwierig es derzeit ist, Verbraucherrechte zu st&#228;rken. Das Dilemma: Tag f&#252;r Tag vergr&#246;&#223;ert sich in wirtschaftlich turbulenten Zeiten die Kluft zwischen Verursacher und Verbraucher.</p>
<p>Die richtige Antwort hat &#8222;Spiegel Online&#8220; am Freitag aufblitzen lassen. Verbraucher- und Anlegerschutz geh&#246;rt auf die Agenda der Medien. Was passiert mit uns? Wie k&#246;nnen sich B&#252;rger vor Betrug und T&#228;uschung sch&#252;tzen? Wer unterst&#252;tzt mich dabei? Die Antworten auf diese Fragen sind f&#252;r die politische Willensbildung vor der Bundestagswahl im September mindestens so bedeutsam wie die Erl&#228;uterung von Parteiprogrammen. Mehr noch: Nur wer seine dringendsten Probleme und m&#246;gliche Antworten auf sie kennt, kann am 27. September gezielt abstimmen.</p>
<p>Zeitungen, Zeitschriften, Online-Publikationen, H&#246;rfunk und Fernsehen haben die Mittel, Verursacher in der Industrie zum Umdenken und den Gesetzgeber zu L&#246;sungen zu bewegen. Das ist die Aufgabe der Stunde und nicht &#8211; sorry, &#8222;Spon&#8220; &#8211; ein Mondlandungsquiz, das sich im Laufe des Tages zu den Topstorys gesellte.</p>




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		<title>&#8222;Solokarpfen&#8220; macht sich breit</title>
		<link>http://www.solokarpfen.de/blog/851-solokarpfen-macht-breit/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 17:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakter]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Fritz]]></category>
		<category><![CDATA[Soli]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Trackback]]></category>

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		<description><![CDATA[Den ersten Monat hat "Solokarpfen" &#252;berstanden. Mittlerweile sind wir bekannt aus Funk und Print. Warum uns trotzdem alles nicht schnell genug geht, wir uns amerikanische Verh&#228;ltnisse w&#252;nschen und Spenden nichts mit Hilfsbed&#252;rftigkeit zu tun haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein bisschen unabh&#228;ngiger als Verlagsredaktionen, vielf&#228;ltiger als Blogs oder Bloggergemeinschaften, ein Hauch cooler im Inhalt, dabei offener f&#252;r neue Textformen &#8211; das waren in etwa unsere Motive, als wir &#8222;Solokarpfen&#8220; vor etwas mehr als einem Monat auf die &#214;ffentlichkeit loslie&#223;en. Erstaunlich schnell ist &#8222;Solokarpfen&#8220; auch als das wahrgenommen worden, was es sein soll. Als ein Ort f&#252;r lesenswerte Texte &#8211; als ein Online-Magazin.</p>
<p>F&#252;r ein bisschen Aufmerksamkeit au&#223;erhalb unseres Netzwerks sorgten ein Artikel in der Branchenzeitschrift &#8222;Kontakter&#8220; und eine Einladung von &#8222;Radio Fritz&#8220; in die Sendung &#8222;<a href="http://trackback.fritz.de/2009/06/13/protokoll-vom-130609/">Trackback</a>&#8220; am 13. Juni. Es war ein sch&#246;nes Kompliment, dass Moderator Christoph Schrag &#8222;Solokarpfen&#8220; als Versuch deutete, Print und Online zu verschmelzen. Vielleicht liegt das an unserem Design, das sich nicht an herrschenden, vermarktungsoptimierten Online-Layouts orientiert, vielleicht an unserem Wunsch, neben Blogposts auch Inhalte von Journalisten und Autoren zu ver&#246;ffentlichen, die &#8211; vorsichtig gesagt &#8211; den Medienwandel noch nicht wahrnehmen wollen. So soll es beispielsweise &#8222;Neon&#8220;-Redakteure geben, die Ver&#246;ffentlichungen auf der eigenen Webseite immer noch als nicht standesgem&#228;&#223; ansehen.</p>
<p>Bis heute haben 15 Autoren 45 Artikel auf &#8222;Solokarpfen&#8220; ver&#246;ffentlicht &#8211; im Schnitt rund 1,4 neue Artikel pro Tag. Um den Aufbau des Portals und die publizistische Idee zu f&#246;rdern, schreiben die Autoren derzeit freiwillig, ohne Honorar. Jeder von den Herausgebern investiert neben den Jobs, die die Miete zahlen, so viel Zeit wie m&#246;glich in die Entwicklung und die Optimierung des Angebots. Auch wenn &#8222;Solokarpfen&#8220; quasi als Null-Budget-Veranstaltung durchaus sympathisch r&#252;berkommt, haben wir uns zum Ziel gesetzt, mit dem Angebot m&#246;glichst bald auch Erl&#246;se zu erwirtschaften.</p>
<p>Es ist nicht einfach, in der Medienkrise Sponsoren f&#252;r ein Projekt wie &#8222;Solokarpfen&#8220; zu finden. Nutzer, die f&#252;r die Idee, den Erhalt und die Weiterentwicklung des Portals einen &#8222;<a href="http://www.solokarpfen.de/spenden/">Soli</a>&#8220; spenden wollen, k&#246;nnen dies via &#220;berweisung oder Paypal tun. So genannte &#8222;Donate&#8220;-Aufforderungen sind f&#252;r journalistische Online-Angebote in den USA oder Kanada &#8211; zum Beispiel &#8222;<a href="http://www.minnpost.com/">MinnPost</a>&#8220;, &#8222;<a href="http://spot.us/">Spot.us</a>&#8220; oder &#8222;<a href="http://www.canadiancentreinvestigates.org/">CCIR</a>&#8220; &#8211; nichts ungew&#246;hnliches mehr. <a href="http://www.businessweek.com/technology/content/dec2008/tc20081223_783996.htm">Douglas MacMillan</a>, Redakteur der &#8222;BusinessWeek&#8220;, prophezeit steigende Einnahmen durch Spenden.</p>
<p>Der Einsatz und Nutzen einer Spendenfunktion f&#252;hrte unter uns &#8222;Solokarpfen&#8220;-Gr&#252;ndern durchaus zu Diskussionen. Warum sollte jemand, der Gratisinformation gewohnt ist, bereit sein, einen Artikel zu honorieren? Ferner ist die Rolle der US-Medien nicht mit Journalismus in Deutschland vergleichbar. Amerikaner haben ein gr&#246;&#223;eres Interesse an investigativen Recherchen als B&#252;rger hierzulande, wo die Spendenbitte mit Hilfsbed&#252;rftigkeit gleichgesetzt wird.</p>
<p>Das journalistische Spendenmodell unterscheidet sich aber grundlegend von karitativen Hilfeaufrufen. Wer spendet, erh&#228;lt eine konkrete Gegenleistung &#8211; entweder schon eine fertige Story oder bei Modellen wie &#8222;Spot.us&#8220; die Aussicht auf einen Scoop. Die Spende ist das Honorar. Es wird vermutlich noch eine Weile dauern, bis dieses Ph&#228;nomen auch in der deutschen Internetkultur angekommen ist. Einen Grund, den &#8222;Solokarpfen&#8220;-Autoren diese Einkunftsm&#246;glichkeit jetzt noch nicht anzubieten, gibt es nicht.</p>
<p>Um den Anreiz zur freiwilligen Honorierung zu erh&#246;hen, werden wir den Autorenstamm kontinuierlich ausbauen, damit die Leser noch regelm&#228;&#223;iger und in k&#252;rzeren Abst&#228;nden neue und hochwertige Inhalte erhalten. Die Anzahl der Autoren wird aber begrenzt sein, um eine bestm&#246;gliche und nachvollziehbare Aussch&#252;ttung der Erl&#246;se pro Autor zu erreichen. Ein entsprechender Verteilschl&#252;ssel wird mit Abschluss der Beta-Phase vorliegen.</p>
<p>Um &#8222;Solokarpfen&#8220; und die Inhalte bekannter zu machen, sind wir seit einigen Tagen auch bei &#8222;<a href="http://www.facebook.com/pages/Solokarpfen/214940235499">Facebook</a>&#8220; vertreten. Knapp 200 Nutzer haben sich dem Auftritt bereits als &#8222;Fan&#8220; angeschlossen. Nat&#252;rlich sind wir ungeduldig. Nichts geht schnell genug, und oft genug fragt man sich: Wozu das alles? Dann hilft es, so einen Text zu schreiben und einen Monat &#8222;Solokarpfen&#8220; im R&#252;ckspiegel zu betrachten. Und was ich dann sehe, ist doch schon ganz ordentlich.</p>




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		<title>Halbe Stunde halbtot</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 07:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gerede]]></category>
		<category><![CDATA[Chat]]></category>
		<category><![CDATA[Logfile]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Jackson]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Jackson ist tot. Ein Protokoll der letzten Meldungen vor der endg&#252;ltigen Nachricht liest sich nicht weniger bizarr als das Leben des King of Pop. Zwischen den Zeilen jedoch ist der Verlust schon sp&#252;rbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kurz nach Mitternacht.</p>
<p><strong>00:21</strong></p>
<p>breaking news: atemstillstand bei michael jackson.<br />
noch breakinger news: tmz.com sagt, er ist schon tot.<br />
angeblich schon tot!<br />
zdf &#8222;relativiert&#8220;: koma.<br />
farrah fawcett ist auch tot.<br />
ja, aber das ist alt.<br />
das war absehbar.<br />
jadoch.<br />
aber bei ihr isses schon sicher, bei jackson noch nicht.</p>
<p><strong>00:25</strong></p>
<p>tagesschau.de sagt auch, er w&#228;re tot.<br />
&#8222;&#252;bereinstimmenden medienberichten zufolge&#8220;.<br />
usatoday: koma.<br />
ny times: koma.</p>
<p><strong>00:27</strong></p>
<p>der kann nicht tot sein, hier kann man noch tickets kaufen: http://www.michaeljackson.com/.<br />
r.i.p. wumbaba.<br />
ja, twitter das so.<br />
hatte jackson sich nicht f&#252;r so cryogen-projekt angemeldet?</p>
<p><strong>00:30</strong></p>
<p>wenn ich nach jackson google, schl&#228;gt mir google-ads konzert-tickets vor.<br />
the show never dies.<br />
puh, die eilmeldungen von ap und dpa sind auch geil, ey.<br />
cnn: michael jackson im koma.<br />
jetzt hei&#223;t&#8217;s wieder &#8222;doch nur koma&#8220;.<br />
&#8222;nur koma&#8220; klingt komisch.</p>
<p><strong>00:32</strong></p>
<p>cnn: michael jackson im koma &#8211; l.a.. times: s&#228;nger tot<br />
und ap mal so ganz ohne quelle: michael jackson gestorben.</p>
<blockquote><p>Los Angeles (AP) Popstar Michael Jackson ist gestorben, wie ein Informant am Donnerstag in Los Angeles mitteilte.</p></blockquote>
<p>ein informant!<br />
jetzt zdf: &#228;rzte sagen, er sei tot.</p>
<p><strong>00:34</strong></p>
<p>bei wikipedia deutschland lebt er noch. will das jemand erg&#228;nzen?<br />
das zdf spielt &#8222;billie jean&#8220; ein.<br />
und jetzt zeigen sie den nachruf, der seit 20 jahren in der schublade lag.<br />
bei http://en.wikipedia.org/wiki/Michael_jackson ist er tot.<br />
dann ist es amtlich.</p>
<p><strong>00:36</strong></p>
<p>zwei jahre weniger gelebt als elvis.<br />
ey, die ganzen irren, die tickets bei ebay gekauft haben!<br />
die kriegen jetzt den originalpreis wieder.</p>
<p><strong>00:38</strong></p>
<p>ach, schon schade.<br />
naja, der king of pop ist ja schon ein paar Jahre tot.<br />
aber krass, ja.<br />
eine historische eilmeldung:</p>
<blockquote><p>Breaking News Alert<br />
The New York Times<br />
Thursday, June 25, 2009 &#8211; 6:32 PM ET<br />
&#8212;&#8211;</p>
<p>Michael Jackson Is Dead, A.P. Reports</p>
<p>Michael Jackson, the pop star, has died, The Associated Press reported, citing a person with knowledge of the situation. Earlier, Mr. Jackson, unconscious, had been rushed to a Los Angeles hospital.</p>
<p>Read More:</p>
<p>http://www.nytimes.com/?emc=na</p></blockquote>
<p><strong>00:40</strong></p>
<p>und ich hab ihn noch live gesehen.<br />
ich nich.<br />
und mir hast du ein t-shirt mitgebracht.<br />
ich hatte die &#8222;bad&#8220; als vinyl.<br />
wie hie&#223; nochmal der typ, der die &#8222;bad&#8220; aufs korn genommen hat?<br />
weird al yankovic.</p>
<p><strong>00:42</strong></p>
<p>besonders tragisch ist das f&#252;r die ganzen lookalikes.<br />
stimmt, das war bei saddam husein ja &#228;hnlich&#8230;<br />
story-vorschlag:  &#8222;jetzt arbeitslos: die besten jacko-lookalikes&#8220;.<br />
die elvis-lookalikes leben auch weiter, so what.</p>
<p><strong>00:44</strong></p>
<p>klasse, der ard-korrespondent sitzt vorm wei&#223;en haus.<br />
vorm WEISSEN haus, haha.</p>
<p><strong>00:46</strong></p>
<p>Trending Topics:</p>
<blockquote><p>* Pop<br />
* KTLA<br />
* Ed McMahon<br />
* Cardiac Arrest<br />
* Rip MJ<br />
* MJ&#8217;s<br />
* #MichaelJackson<br />
* Did Michael Jackson<br />
* #iranelection<br />
* CPR</p></blockquote>
<p>ach twitter, pah.</p>
<p>http://twitter.com/Sillium/statuses/2333729329.</p>
<blockquote><p><span><span>Auf der Twitter-&#220;berlastungsskala gilt jedenfalls: 3.000.000 falsche Wahlzettel im Iran ≤ ½ toter M. Jackson ≤ 1 neues iPhone</span></span></p></blockquote>
<p>twitter kann man wohl die n&#228;chsten 24 stunden wegschmei&#223;en.</p>
<p><strong>00:48</strong></p>
<p>mensch, ard hat &#8217;nen ganz anderen nachruf als das zdf &#8211; da gehen also unsere geb&#252;hren hin.<br />
ab jetzt k&#246;nnen die medien mit folgender meldung punkten: jackson lebt!<br />
was w&#252;rde eigentlich diederichsen dazu sagen?<br />
dangerous.</p>




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		<title>Keine Eier im Internet</title>
		<link>http://www.solokarpfen.de/oekonomie/784-eier-internet/</link>
		<comments>http://www.solokarpfen.de/oekonomie/784-eier-internet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 08:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Karstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Shopping Center]]></category>
		<category><![CDATA[Strukturwandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Digitalisierung von Medien und der E-Commerce lassen Warenh&#228;user alt aussehen. Sollten Karstadt und Co. aus den Innenst&#228;dten verschwinden, k&#246;nnten zwei l&#228;ngst Totgesagte wieder aufleben: der Einzelhandel und das Handwerk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karstadt ist pleite. In den USA hat im vergangenen Monat General Growth Properties, der zweitgr&#246;&#223;te Mall-Betreiber &#8222;Chapter 11&#8243; &#8211; die US-Variante des Insolvenzverfahrens &#8211; beantragt. Im M&#228;rz lag der Umsatz des deutschen Einzelhandels 1,5 Prozent unterhalb des Vorjahreswertes und das, obwohl der M&#228;rz 2009 zwei Verkaufstage mehr hatte als der Vergleichsmonat 2008. Das Gesch&#228;ft der Warenh&#228;user brach innerhalb eines Jahres um fast neun Prozent ein.</p>
<p>Dagegen etabliert sich der Online-Handel nach einer <a href="http://www.bbdo-consulting.com/cms/de/news/news_61_Amazon_staerkste_Retail_Brand.jsp">Studie</a> der Managementberatung BBDO Consulting zunehmend als &#8222;universelle Alternative zum station&#228;ren Handel&#8220;. Musik- und Filmdownloads verdr&#228;ngen CDs und DVDs. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann haben sich B&#252;cher als E-Books etabliert. Ist das Internet die Handelsplattform der Zukunft? M&#252;ssen wir uns damit abfinden, dass Warenh&#228;user und Shopping Center vom Aussterben bedroht sind?</p>
<p>Der Internethandel stellt den Austausch von G&#252;tern und Dienstleistungen vor eine Herausforderung und dar&#252;ber hinaus das Selbstverst&#228;ndnis des station&#228;ren Handels in Frage. Es wird wirtschaftlich nicht mehr nachvollziehbar sein, warum Produkte, die als Download-Datei angeboten werden k&#246;nnen, zus&#228;tzlich auf einem Tr&#228;germedium wie CD, DVD oder Buch verkauft werden sollten.</p>
<p>Das Gesch&#228;ft mit Non-Food-Artikeln l&#228;sst sich grunds&#228;tzlich bequem &#252;ber das Internet abwickeln. Auf den Shopping- oder Herstellerportalen findet der Nutzer eine gr&#246;&#223;ere Auswahl als im station&#228;ren Handel. Direktkauf reduziert die Kosten f&#252;r Vertrieb und Lagerhaltung. Social Media ersetzt das Kundenberatungsgespr&#228;ch. Auf B2C- oder C2C-Plattformen werden Produktinformationen ausgetauscht und Fragen beantwortet. Umgekehrt liefert der Dialog den Herstellern Erkenntnisse, die in die Produktentwicklung und -verbesserung flie&#223;en.</p>
<p>Andererseits ist der Internethandel nicht die L&#246;sung f&#252;r alle Produkte. Lebensmittel, insbesondere Frischwaren wie Eier oder Milch sowie Dienstleistungen sind f&#252;r den virtuellen Handel ungeeignet. Hier liegt die Chance des Einzelhandels und des Handwerks, sich in Zukunft neu zu erfinden.</p>
<p>Wie diese Renaissance der Branche aussehen k&#246;nnte, zeigt beispielsweise die US-Designagentur Communication Arts.  Auf der <a href="http://www.icsc.org/index.php">Internationalen Council On Shopping Center</a>, die im Mai in Las Vegas stattfand, stellten die Designer aus Boulder, Colorado, mit &#8222;Crossroads City&#8220;  ihre Vision f&#252;r das Shopping-Erlebnis der Zukunft vor. Statt mit technischen Detailzeichnungen &#252;berraschte Comm-Arts die Konkurrenz mit einem Comic. Auf zehn Seiten skizziert &#8222;Futuretail 2023&#8243; Leben und Handel in &#8222;Crossroads City&#8220;.</p>
<p><div id="attachment_790" class="wp-caption alignleft" style="width: 460px"><img src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/uploads/2009/06/crossroads-450x225.jpg" alt="Crossroads Comic" title="Bild: (c) Communication Arts" width="450" height="225" class="size-large wp-image-790" /><p class="wp-caption-text">Crossroads Comic</p></div> &#8222;Crossroads&#8220; ist die Antwort auf die L&#252;cke, die der Internethandel l&#228;sst. Hier gibt es Anbaufl&#228;chen f&#252;r Lebensmittel, weiterverarbeitende Produktionsst&#228;tten, Ateliers f&#252;r Handwerker und Bildungseinrichtungen. Die Shopping Citys der Zukunft liefern das Erlebnis, das beim Online-Einkauf fehlt. Sie sind Pr&#228;sentationsfl&#228;che f&#252;r Kunst, Politik, Religion und eine Vielzahl von Anl&#228;ssen. Wer sich nicht mehr mit T&#252;ten und Paketen belasten muss, findet hier Zeit f&#252;r gutes Essen, Unterhaltung, Wellness oder Romantik.</p>
<p>Glaubt man der Vision von Comm-Arts ist die Mall der Zukunft nicht mehr in ein Parkplatzmeer eingebettet. Die Architekten werden Zug&#228;nge f&#252;r verschiedene Verkehrsmittel von Bussen &#252;ber Z&#252;ge bis hin zu Flugzeugen schaffen, aber auch f&#252;r Radfahrer und Fu&#223;g&#228;nger. Nebenbei schaffen die Mega-Malls nicht nur Arbeitspl&#228;tze, sondern sorgen f&#252;r eine gerechtere Verteilung der Arbeit. W&#228;hrend heute rund 90 Prozent der Konsumg&#252;terartikel von Frauen hergestellt werden, spielen M&#228;nner in den Produktionsprozessen der Zukunft eine zunehmende Rolle.</p>
<p>&#8222;Crossroads&#8220; ist eine Vision, die zur Zeit nur aus einer Konzept- und einer Comic-Seite besteht. Sie zeigt aber zwei Dinge: Erstens, die Aufteilung des Handels in E-Commerce und station&#228;ren Verkaufsfl&#228;chen bringt mehr Ver&#228;nderungen f&#252;r den Kunden mit sich als das Ende des Tante-Emma-Ladens. Zweitens trifft der Strukturwandel insbesondere die Warenh&#228;user, die einst unangreifbaren Kolosse der Innenst&#228;dte. Lager- und Personalkosten sind gegen die Betriebskosten einer reinen E-Commerce-Plattformen nicht konkurrenzf&#228;hig. Selbst klassische Versandh&#228;user wie Quelle haben Schwierigkeiten, ihr Gesch&#228;ft erfolgreich betreiben zu k&#246;nnen.</p>
<p>Es klingt wie eine Ironie des Schicksals, dass sich der Strukturwandel ausgerechnet auf den Einzelhandel positiv auswirken k&#246;nnte. W&#228;hrend planbare und wiederkehrende Anschaffungen bequem via Internet bestellt werden, l&#228;uft die Deckung des t&#228;glichen Bedarfs &#252;ber den Einzelhandel, also &#252;ber den Laden um die Ecke oder im Center auf der gr&#252;nen Wiese. Verlierer des Wandels sind die Warenh&#228;user. Karstadt ist erst der Anfang.</p>




	<a rel="nofollow" id="twitter" href="http://twitter.com/home?status=Keine%20Eier%20im%20Internet%20-%20http%3A%2F%2Fwww.solokarpfen.de%2Foekonomie%2F784-eier-internet%2F" title="Twitter"><img src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/plugins/sociable/images/twitter.png" alt="Twitter" class="sociable-hovers" /></a>
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		<title>Ablage zum Aufladen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 15:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Strobel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachen]]></category>
		<category><![CDATA[Crosley Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Holz]]></category>
		<category><![CDATA[Ladestation]]></category>
		<category><![CDATA[MP3-Player]]></category>
		<category><![CDATA[Retro]]></category>

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		<description><![CDATA[In den 1920ern kam Crosley Radio mit einem Sieben-Dollar-Radio gro&#223; raus. Die Ladestation f&#252;r Handy und MP3-Player von heute kann allenfalls optisch an die Vorbilder der Vergangenheit ankn&#252;pfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gentlemen, der automatische Uhrenbeweger, die elektrische Pfefferm&#252;hle mit Beleuchtungsfunktion und der Bauchweg-Muskelstimulator bekommen Gesellschaft. <a href="http://www.crosleyradio.com">Crosley Radio</a>, ein US-amerikanischer Hersteller, der sich auf Unterhaltungselektronik im Retrodesign spezialisiert hat, vervollst&#228;ndigt die Sammlung mit seiner Version des elektrischen Herrengedecks. Der &#8222;<a href="http://www.crosleyradio.com/ChargingStations.aspx">CR04-001A</a>&#8220; ist eine als Kommodenaufsatz getarnte Ladestation f&#252;r maximal drei Ger&#228;te wie Handy, Zweithandy und MP3-Player. Unterhalb der Ladegaragen gibt es eine Ablage f&#252;r weiteren Krimskrams wie Schl&#252;ssel, Portemonnaie oder Manschettenkn&#246;pfe. Eine Schublade versteckt weniger repr&#228;sentative Statussymbole.</p>
<p><div id="attachment_544" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.crosleyradio.com/"><img src="http://www.solokarpfen.de/wp-content/uploads/2009/06/crosley-250x243.jpg" alt="Crosley-Mobiltelefonablage" title="Bild: (c) crosleyradio.com" width="250" height="250" class="size-medium wp-image-544" /></a><p class="wp-caption-text">Crosley-Mobiltelefonablage</p></div>Ebenfalls unter der schwarz lackierten Holzoberfl&#228;che verborgen bleibt das Herzst&#252;ck der &#8222;3 Bay Charging Station&#8220;: Eine dreifach Verteilersteckdose, an die die Ladeger&#228;te der einzelnen Ger&#228;te angeschlossen werden. Und da Kabelsalat f&#252;r die Putzfrau bekanntlich gef&#228;hrlicher ist als weitere Staubf&#228;nger, hat Crosley Radio noch eine XL-Version im Angebot: Die &#8222;CR04-002A&#8220; bietet vier Ger&#228;ten ein samtig ausgeschlagenes Pl&#228;tzchen. Verglichen mit dem Dreier ein Schn&#228;ppchen: Beide Varianten kosten 69,95 US-Dollar (zirka 46 Euro). Aber ganz so genau nimmt Crosley Radio die Sache mit dem Preis anscheinend nicht. Packt man die gro&#223;e Laderampe in den Online-Warenkorb kostet sie auf einmal nur noch 49,95 US-Dollar  (zirka 33 Euro). Die FAQs k&#246;nnen weder dieses R&#228;tsel aufkl&#228;ren noch die Frage: Wer braucht diese holzgewordene Zeitmaschine, an der Kapit&#228;n Nemo seine Freude gehabt h&#228;tte?</p>
<p>Dass Crosley Radio, die mit dem Motto &#8222;Yesterday, Today &amp; Tomorrow&#8220; werben, einst mehr Gesp&#252;r f&#252;r die Zeichen der Zeit hatte, beweist ein Blick in die Firmengeschichte. Eine <a href="http://www.crosleyradio.com/timeLine.aspx">animierte Zeitleiste</a> beleuchtet die wichtigsten Stationen des Unternehmens von 1920 bis 1993.</p>




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